Stefan Frädrich bloggt

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Kommunikationsrevolution Social Media

Liebe Schweinehundefreunde,

„Ja, spinnen die denn?!“ Außer sich vor Empörung schimpfte mein Vater während des Mittagessens. „Eines sage ich euch: Da mache ich nicht mit! Nicht mit mir!“ Stein des Anstoßes: Sein Arbeitgeber hatte beschlossen, dass jeder im Management einen Computer bekam – und damit aktiv zu arbeiten hatte.

Mein Vater war damals 40 Jahre alt – ein Alter, in dem man die wirklich wichtigen Dinge im Leben bereits gelernt hatte. (So meinte er damals zumindest.) Veränderung? Fortbildung? Unnötig! Er hatte ein Wissensplateau erreicht, von dem aus er bequem die nächsten Jahrzehnte würde bestreiten können! Außerdem war er jobbedingt ohnehin ständig weltweit unterwegs. Wie sollte ihn da ein Computer unterstützen? Nun, kurz darauf brachte er kleinlaut seinen ersten Laptop mit nach Hause … · mehr ›

„Das macht man doch nicht!“

Liebe Schweinehundefreunde,

eine meiner tiefsten Überzeugungen ist, dass wir alle einizgartig sind – und sein sollten. Denn: Letztlich macht es genau diese unsere Individualität aus, die uns als Kollektiv weiterbringt.

Moment mal! Kollektiv? Individualität? Passt das überhaupt zusammen? Unbedingt! Ein kleines Gedankenspiel: Stellen Sie sich zwei Planeten vor mit der exakt identischen Bevölkerung. Gleiche Gene, Stärken, Schwächen, Möglichkeiten. Der einzige Unterschied: Während auf Planet 1 quasi kommunistische Strukturen herrschen, in denen Individualität per Gesetz unterdrückt wird und alle „auf Linie“ gebügelt sind, genießt jeder auf Planet 2 die Freiheit, gemäß seiner Stärken und Interessen zu denken und handeln – solange das keine negativen Konsequenzen für andere hat. Auf welchem Planeten würden Sie lieber leben? Und: Welcher wäre wohl insgesamt erfolgreicher? Ich würde zweimal auf Planet 2 tippen. · mehr ›

Erfolg ist eine Kleinigkeit

Liebe Schweinehundefreunde,

wir glauben ja gerne, um wirklich erfolgreich zu sein, müssten wir

  • immer Vollgas geben,
  • permanent wachsen und uns strecken,
  • hin und wieder Bäume ausreißen,
  • sowie auf jeden Fall irgendwie „besonders“ oder „begnadet“ sein

Doch Überraschung, die Wahrheit ist oft viel banaler! · mehr ›

Geistige Brandstiftung

Liebe Schweinehundefreunde,

Sie wissen ja: Im Kern wollen wir alle schöne Gefühle erleben und schlechte vermeiden.

Und weil es netter ist, an schöne Gefühle zu appellieren anstatt an schlechte, versuchen wir auch meist entsprechend zu argumentieren, wenn wir überzeugen wollen:

  • „Wenn du X Verträge verkaufst, bekommst du Y Bonus.“
  • „Wenn du jetzt mit dem Rauchen aufhörst, schaffst du noch eine normale Lebenserwartung.“
  • „Wenn du heute brav ins Bett gehst, darfst du morgen abend länger wach bleiben.“ · mehr ›

Nehmt euch in Acht, die Alten kommen!

Liebe Schweinehundefreunde,

der demografische Wandel ist in aller Munde.

Das heißt: Irgendwie *wissen* wir zwar schon alle, dass die „Alten“ immer älter werden. Dennoch scheint es nur langsam *wirklich* in unser Bewusstsein vorzudringen:

  • Das (Privat-)Fernsehen finanziert sich immer noch über Werbung für die Zielgruppe der 14-49-Jährigen, obwohl die Kaufkraft der über 50-Jährigen weit höher ist.
  • Im Schuhgeschäft findet man zwar „Shoes for men“, dafür aber keine „Herrenschuhe“ mehr. Obwohl „Senioren“ keine Anglizismen mögen, ja sie oft nicht verstehen.
  • Es erscheint in einer alternden und weltweiter Konkurrenz ausgesetzten Gesellschaft nicht nur rechnerisch seltsam, wenn „Ältere“ im Berufsleben möglichst früh aussortiert werden sollen/wollen, obwohl sie dank ihrer Erfahrungen nachweislich produktiver arbeiten. · mehr ›

15 gute Gründe

Liebe Schweinehundefreunde,

oft machen wir ja den Fehler, andere zu unserer Ansicht überreden zu wollen. Schlauer aber wäre es, zu überzeugen.

Überzeugen oder überreden?

Wo liegt der Unterschied?

  • Beim Überreden will man dem anderen seine Meinung überstülpen, die Kommunikation ist im Kern ichbezogen: „Ich will, dass du XY genauso siehst wie ich!“ Und dann wundert man sich, wenn das der andere nicht will …
  • Beim Überzeugen hingegen geht es darum, dass sich ein anderer „von sich aus“ einer Meinung anschließt. Im Kern geht es also um die Sichweise des zu Überzeugenden: „Du kannst XY auch so sehen, dass … Folgende Gründe sprechen dafür: erstens, zweitens, drittens, …“ · mehr ›

Hilfe, mein Büroleiter ist ein Cowboyhase!

Liebe Schweinehundefreunde,

jeden Donnerstag drehen mein Büroleiter Aki Rüpprich und ich eine Runde mit unseren Hunden. Das ist eines unserer Lieblingsrituale: Nicht nur können wir uns in dieser Zeit höchst effizient und quasi nebenbei über aktuelle Projekte austauschen, wir schnacken auch über Familie, Sport, Politik, Medien, Gott und die Welt. Sprich: Wir haben ein informelles Meeting an der frischen Luft geschaffen, das uns (und unseren Hunden!) in vielerlei Hinsicht gut tut. · mehr ›

Erfolg ist Chefsache. Misserfolg auch.

 

Liebe Schweinehundefreunde,

was ist die Aufgabe eines Chefs? Dafür zu sorgen, dass der Laden läuft. Punkt. Und damit möchte ich keinesfalls die Leistung derer diskreditieren, die sich täglich ins Zeug legen, ohne Chef zu sein. Es ist nur einfach so: Spielfeld und Spielregeln werden den Allermeisten im Job vorgegeben. Von Chefs eben.

Lee Cockerell, Ex-Chef der Disneyland-Themenparks Orlando und Paris, hat es so formuliert: „Der Job eines Chefs ist, zu tun, was getan werden muss, wann es getan werden muss, und wie es getan werden muss. Egal, ob er oder sie es mag oder nicht.“

Stellt sich die Frage: Was ist eigentlich zu tun? Und woher weiß ein(e) Chef(in) das?

Gute Chefs, schlechte Chefs

Ich wette, jeder von uns kann etliche Beispiele aufführen: für gute oder schlechte Chefs, samt Konsequenzen für Mitarbeiter und Firma – positive wie negative. Es scheint also gar nicht gesagt zu sein, dass Chefs immer wissen, was sie tun (sollten). Vielmehr ist die Spreizung breit: Das Kontinuum verläuft vom unternehmerischen Superhelden mit Vorbildcharakter bis hin zum menschlichen Vollpfosten und wirtschaftlichen Totalversager. · mehr ›

Es lebe das Scheitern!

Vor einigen Tagen habe ich bei Facebook einen meiner Lieblingssprüche gepostet:

„Wenn du genug davon hast, neu anzufangen, hör damit auf, aufzugeben.“

Na, ist der gut? Und erleben wir nicht alle ständig das Gegenteil: Dass Menschen wegen eigentlich überwindbarer Hürden Projekte aufgeben, die sie mit mehr Fokus, Bestimmtheit und Ausdauer erfolgreich hätten beenden können? Stattdessen hangeln sie sich von einem Scheitern zum nächsten – und von Neuanfang zu Neuanfang. Schade.

Durchhalten um jeden Preis?

Dabei kann der Sinn des Scheiterns auch ein ganz anderer sein: Zu scheitern ist oft ein Feedback, dass wir etwas Falsches tun – und umdenken sollten. Hätte ich zum Beispiel in jüngeren Jahren den Traum verfolgt, Profi-Fußballer zu werden, hätte sich recht schnell gezeigt, dass ich meine Fähigkeiten falsch einschätze: Ich liebe Fußballspielen zwar, kann es aber nicht gut. Nach der Logik vieler Motivationssprüche hätte ich also trainieren, trainieren und trainieren müssen, wäre an meinen Hürden gewachsen – und wäre am Ende (Sorry, Stefan, sei ehrlich!) trotzdem gescheitert. Vielleicht hätte ich mich von Kreisliga B in Liga A verbessert. Aber Profi werden? Lächerlich. · mehr ›

Drei Fragen für bessere Beziehungen

Liebe Schweinehundefreunde,

wir Menschen sind soziale Wesen. Wir brauchen einander, um uns gut zu fühlen – sogar die extrem einzelgängerisch Veranlagten benötigen meist ein Mindestmaß an Sozialkontakten.

Seltsam also, dass wir oft dazu neigen, ein wichtiges zwischenmenschliches Gebotzu missachten

  • „Du sollst dir nicht über andere das Maul zerreißen!“

Klar: Einerseits ist es verständlich, dass sich Menschen austauschen. Und zwar miteinander übereinander. Immerhin müssen wir wissen, was die anderen so tun und wie sie ticken.

Andererseits aber mögen wir nicht wirklich, wenn andere über uns tratschen. Denn allzu oft wird dabei beurteilt, belächtelt, kritisiert, gelästert oder sogar gemobbt.

Der Antrieb dahinter scheint meist folgende Haltung zu sein:  · mehr ›